4‑7‑8 im Flugzeugsitz, Box‑Breathing im Abteil, verlängerte Ausatmung an der Gepäckausgabe: Rhythmus schafft ein Gerüst für das Nervensystem. Zähle leise am Pulsschlag in deinem Zeigefinger mit. Einmal geübt, funktioniert es überall. Wenn Gedanken springen, richte die Sinne auf das Luftholen durch die Nase und das warme Ausströmen. Diese wenige Atemzüge verändern Tonus, Blick und Stimme – und genau dann beginnt oft auch die Umgebung ruhiger zu wirken.
Mit der 5‑4‑3‑2‑1‑Übung spürst du fünf Dinge, siehst vier, hörst drei, riechst zwei, schmeckst eins. Nimm dazu das Stofftäschchen in die Hand, rieche kurz am Balsam, nippe an Wasser. Lasse den Blick wandern, nicht starren. Du notierst ein Wort im Mini‑Heft: Ankommen. Dieser sanfte Reizwechsel bringt dich aus Gedankenschleifen in Wahrnehmung. Nicht perfekt, nur ausreichend, um jetzt eine kluge, freundliche Entscheidung zu treffen.